Mehr Leistung im Game: Vorsicht bei diesen Getränken

Geposted von Jacqueline Kos am Wed, 05.05.2021




“Koffein ist ungesund!”, “Koffein steigert die Leistungsfähigkeit!”, “Energy Drinks verursachen einen Herzinfarkt!” - Um koffeinhaltige Lebensmittel ranken sich viele hartnäckige Gerüchte. Von Gesund bis ungesund bis hin zur Gefährlichkeit in Form von Energy Drinks, ist alles dabei. Aber was stimmt denn nun? Und sind Gaming Booster  unbedenklicher, als herkömmliche Energy Drinks? 

Oftmals wird berichtet, letzte würden anders wirken, als Energy Drinks. Zumindest in sozialen Netzwerken. Statt aufzuputschen, steigern sie die Konzentration und dadurch die Leistung im Game, so die Mutmaßung, welche viele angeblich selbst an sich beobachten. Ich bin der Sache auf den Grund gegangen, um herauszufinden, ob es sich hier um einen Placeboeffekt handelt oder ob Koffein tatsächlich die Konzentration steigert. Aber auch ganz wichtig: Sind die Getränke tatsächlich so schädlich oder handelt es sich um Panikmache?  Ehrlicherweise wurde ich bei meinen Recherchen teilweise überrascht. Warum, das erfährst du im Verlauf des Artikels. Doch fangen wir ganz vorne an: 


Nervenaufreibend: Das macht Koffein in deinem Körper

Gaming Stuhl Morgen Routine: Bei Gamechanger machen wir kein Geheimnis daraus. Erst mal einen Kaffee schnappen und bequem im Gamechanger Gaming Stuhl zurücklehnen, um wach zu werden

Ist deine erster Gang morgens im Büro auch der zur Kaffeemaschine? In Form von Tee, Kaffee, Energy Drinks, Mate, Guaraná oder Cola nehmen viele Menschen den Stoff fast täglich zu sich: Koffein ist die am häufigsten konsumierte, pharmakologisch aktive Substanz, ohne dass wir uns groß Gedanken darüber machen, dass sie aktiv unsere Psyche beeinflusst. Bei einer Tasse der braunen Filterbrühe aus gemahlenen Bohnen kommen wir gerne mit Kolleg*innen ins Gespräch und trinken uns gemeinschaftlich wach. Fokus ohne Kaffee? Für viele undenkbar. 


Tatsächlich ist die wahrsten Sinne aufmunternde Wirkung von Koffein, in zahlreichen Studien gut belegt. Bereits in geringen Dosen ist Koffein nämlich ein Stimulans, welches unsere Psyche im Bezug auf Stimmung und Antrieb vor allem anregt. In hohen Dosen wirkt es jedoch auch erregend auf z.B. das Atemzentrum und das Herz-Kreislauf-System. Im allgemeinen nehmen wir Koffein in nicht so hohen Dosen zu uns, dass es gefährlich wird. Da Koffein aber leichtes Spiel hat, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren, entfacht es seine Wirkung in unserem Zentralnervensystem. Ich war überrascht, denn wir profitieren durch unseren morgendlichen Kaffee also tatächlich von…


  • erhöhtem Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen.
  • erhöhter Merkfähigkeit und damit erleichterten Lernprozessen.
  • einem geringen Schlafbedürfnis, da Müdigkeitserscheinungen verschwinden.
  • Stimmungsaufhellung bis hin zu leichter Euphorie.
  • verkürzten Reaktionszeiten und Beschleunigung des psychischen Tempos.

  • Die Nachteile dagegen sind...

    weniger Geschicklichkeit, denn die komplexe, visumotorische Koordination lässt nach. 

    ein Gewöhnungseffekt, denn wir benötigen immer mehr Koffein um eine Leistungssteigerung zu erzielen.

    Entzugserscheinungen bei Verzicht nach regelmäßigem Konsum. 

    … ein kurzfristig erhöhter Blutzucker - und Insulinspiegel, sowie Cholesterin und Blutdruck.


    Für gesunde Menschen ist Koffein erst einmal ungefährlich, doch die Dosis macht das Gift: So können Kinder bereits durch ein Glas Cola Nervosität und erhebliche Schlafstörungen entwickeln. Um eine leistungssteigernde Wirkung zu erzielen, benötigen auch Erwachsene z.B. gar nicht so hohe Mengen an Koffein, wie man denkt. Sportler die selten Koffein zu sich nehmen, erzielen diese bereits mit einer Dosis von 3-5 mg/kg Körpergewicht. Eine Tasse Espresso enthält im Schnitt 80 mg und eine tödliche Wirkung kann Koffein beim Menschen bei einer Menge von im Mittelwert 10g haben - was ca. 100 Tassen Kaffee entspricht. Je nach Gewöhnungseffekt und Trainingszustand können es aber auch zwischen 5 und 30 g sein, die einem Menschen gefährlich werden. Wie viel Koffein man körperlich verkraftet hängt also vom Körpergewicht hab und lässt sich auch bedingt ausrechnen.


    Koffein Overload: Nicht unbedacht zu Energy Drinks greifen

    Fun Fact: Bei Gamechanger trinkt niemand Energy Drinks. Wir lieben es zwar Zeit aus dem Gamechanger Gaming Stuhl beim Gaming zu verbringen - doch für einen freien Kopf verlassen wir uns ganz auf die Ergonomie des Gaming Stuhls und lassen die Finger davon.

    So einfach ist es nicht. Denn wenn wir Koffein über natürliche Genussmittel zu uns nehmen, handelt es sich bei Tee und Kaffee um ein natürliches Vorkommen und unbedenkliche Mengen. Die Europäische Lebensmittelbehörde gibt 400mg Koffein über den Tag verteilt als unbedenklich an (ca. 4 Tassen Kaffee), doch eine Einzeldosis von 200mg sollte nicht überschritten werden. Wer über den Tag verteilt viel Kaffee trinkt, der wird also vor allem erst einmal viel Zeit auf der Toilette verbringen. Kritisch wird es jedoch, wenn Energy Drinks das Spielfeld betreten. In einer Dose befinden sich zwischen 150-400ml Getränk. Der Koffeingehalt kann pro Dose bei 30mg bis 150mg liegen - im Schnitt liegt er aber bei 100-130mg, je nach Marke. Das Problem: Eine Dose trinkt man in der Regela uch aus und es bleibt häufig nicht bei einer. Hinzu kommen Zusatzstoffe, die zum Problem werden können. Denn hier ist die Forschung sich noch nicht einig, wie es um die Wechselwirkungen steht. 


    Einer der bekanntesten ist wohl Taurin - eigentlich ein Stoff, welchen der menschliche Körper selbst aus der Aminosäure Cystein gewinnt und weshalb eine Nahrungsergänzung mit Taurin eigentlich nicht notwendig ist. Taurin ist vor allem an der Entwicklung des zentralen Nervensystems beteiligt und ebenso an einer Herzfunktion, die ihrer Regelmäßigkeit nachkommt. Ein anderer Stoff dagegen ist Myo-Inositol (Inosit), ein Alkohol welches der Körper selbst bildet und im Insulinstoffwechsel von Bedeutung ist. Es kommt bei der Kinderwunschbehandlung bei PCOS und zur Behandlung bei Übergewicht und Prä-Diabetes zum Einsatz, da es die Insulinsensitivität der Zellen unterstützt und dadurch Zucker besser zu verstoffwechselt werden kann. Und last but not least - ganz wichtig: Zucker. Wenn du dich jetzt fragst, wieso man dieses Zeug in Energy Drinks mischt - das habe ich mich auch gefragt und konnte keinen nennenswerten, belegbaren Grund finden.

    Taurin wird nachgesagt, dass es die Konzentration und den Stoffwechsel noch einmal ankurbeln soll - zumindest in Kombination mit Koffein. Bisher konnte dieser Effekt nicht wirklich belegt werden. Sollte dem aber so sein, würde das eine Doppelbelastung für das Herzkreislaufsystem bedeuten, da Koffein allein eigentlich bereits sein übriges tut. Nimmt man die Menge an Zucker dazu, die im Körper ebenfalls für Energie sorgt, dann kann man sich denken, wohin die Reise geht. Denn auch Zucker kann in Mengen aufputschen. Doch in diesem Bereich ist alles spekulativ. Und Spekulationen bedeuten: Lieber Vorsicht als Nachsicht. Warum?

    Die extremen Tiefs nach dem Konsum von Energy Drinks könnten bereits ein Hinweis auf die Belastung des Körpers durch die Kombination der Stoffe sein. Denn Zucker und Koffein scheinen in Kombination besonders schnell ihre Wirkung zu entfalten. Da die Studienlage hierzu aber noch sehr dünn ist, rufen verschiedene Institutionen zu einem wohl bedachten Verzehr von Energy Drinks auf. Denn insbesondere die aufputschende Wirkung durch die Kombination von Taurin und Koffein ist nicht gut erforscht - während die Realität immer wieder Grund zur Warnung gibt. Denn im Zusammenhang mit dem hohen Konsum von Energy Drinks konnten leider auch unter jungen, gesunden Menschen bereits Herzinfarkte und plötzliche Herztode beobachtet werden. 


    Mehr Kontrolle dank Gaming Booster

    Wir hoffen du sitzt gerade fest auf deinem Gaming Stuhl, denn Gaming Booster können dich ziemlich umhauen. Sie sind nicht zu unterschätzen und der Effekt auf dein Gameplay zu hinterfragen.

    Auf den ersten Blick scheinen Gaming Booster das Problem der Energy Drinks zu lösen. Zum einen kommen sie in hippen Geschmacksrichtungen daher und haben ziemlich fancy Namen, die ein höheres Leistungsniveau im Gameplay suggerieren. Zum anderen suggerieren sie Kontrolle, da man das Getränkepulver selbst anhand der Herstellervorgaben mit Wasser in einem Shaker anrührt. Man hört von manchen treuen Anhängern der Gaming Booster regelmäßig, dass sie diese vor allem als Konzentrationssteigerung empfinden und nicht wie bei Energy Drinks als aufputschend. Woher dieses subjektive Gefühl kommt, ist anhand der anregenden Inhaltsstoffe erst einmal nicht erklärbar. Denn: 


    1. Gaming Booster unterscheiden sich in der Zusammensetzung kaum von Energy Drinks. 
    2. Die häufigsten Komponenten sind  Koffein und als Zusatzstoffe ebenfalls Taurin und Inosit
    3. Marketing: Sowohl Energy Drinks als auch Gaming Booster können zugesetzte Vitamine enthalten, um den Anschein eines gesunden Produktes zu erwecken. 

    Doch jetzt kommt das Ding: Viele Gaming Booster enthalten pro Portion viel mehr Koffein, als ein normaler Energy Drink. Während ein durchschnittlicher Energy Drink gerade so viel Koffein enthält wie eine Tasse Kaffee, sind es bei der empfohlenen Ration eines Gaming Boosters gerne mal 250mg pro Portion. Das ist mehr als die empfohlene Einmaldosierung aus gesundheitlicher Perspektive und genau das macht sie so problematisch. Dabei messen die wenigsten das Getränkepulver wirklich penibel genau ab und es entstehen nicht messbare Schwankungen in der tatsächlichen Zusammensetzung pro Portion. Es entsteht eine trügerische Sicherheit durch eine scheinbare Kontrolle der Dosierbarkeit, die man eigentlich nicht wirklich hat, es sei denn man hält sich an die Anleitung. Die erregende Wirkung von Koffein - oder im Volksmund auch aufputschende Wirkung - habe ich ganz am Anfang angesprochen, um exakt zu diesem Punkt zu kommen: Bei Gaming Boostern ist die Wahrscheinlichkeit der Überdosierung und daher hibbelig und nervös zu werden, definitiv höher, als bei einer Dose gängiger Energy Drings. 


    Der einzige Unterschied: Es gibt einige Gaming Booster, welche nicht mit Zucker sondern Süßstoff versetzt sind. Das bedeutet, dass hier ein wesentlicher Energielieferant entfällt und keine Reaktion zwischen Zucker und Koffein stattfindet, die dich überreizen könnte. Da die Booster im Schnitt aber zu viel Koffein enthalten, macht das bei der Bedenklichkeit keinen Unterschied. Und ein weiterer Effekt droht: 


    Ein zu hoher Koffein-Konsum könnte zu einem Rückkopplungseffekt führen. Denn die Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin wird durch Koffein in den Nebennieren angeregt, die Herzfrequenz steigt und der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt. Eine natürliche Reaktion wäre an dieser Stelle die Beine in die Hand zu nehmen und zu rennen. Eine natürliche Fluchtreaktion des Körpers, die dafür sorgt, Stresshormone wieder abzubauen. Wenn du am PC sitzt ist jedoch das Gegenteil der Fall. Der Körper bleibt dem Stress ausgesetzt und nach dem Leistungshoch folgt ein massives Tief. Konzentration und Energie erreichen einen maximalen downfall. Ein weiterer Grund also, die Finger von Gaming Boostern zu lassen. 

    Bei Gamechanger ist uns klar, dass es mit einem ergonomischen Gaming Stuhl nicht getan ist. Es ist wichtig, sich zu bewegen. Erst recht, wenn du viel Koffein getrunken hast.

    Also gar kein Koffein jetzt oder wie?

    Die Dosis macht das Gift. Bei GAMECHANGER lieben wir unseren Kaffee am Morgen und ein Gameplay ohne massive Ausfälle durch Müdigkeitserscheinungen ist auch uns sehr wichtig. Unser Credo als Unternehmen mit Herz für Ergonomie ist allerdings Schaden vom Körper abzuwenden, statt Leiden zu schaffen. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass du durch die richtige Sitzhaltung einen freien Kopf behältst und Verspannungen vermeidest, die deinen Fokus stören.  Außerdem unterstützt dich die richtige Wahl an power foods, sowie eine bequeme und schmerzfreie Sitzhaltung auf deinem Gaming Stuhl darin, deine kognitive Leistung zu halten. So sollte für dich gar nicht erst der Bedarf entstehen, dich mit Gaming Boostern zu pushen. 


    Wenn du dennoch gern zu koffeinhaltigen Getränken greifst, solltest du darauf achten, dass sich keine künstlichen Zusatzstoffe darin befinden, für die kein Nutzen erwiesen und deren Schädlichkeit nicht ausgeschlossen ist. Kaffee, Tee, Mate und Guarana enthalten von Natur aus Koffein, sodass du normalerweise die empfohlene Menge nicht überschreitet. Genau wie bei Limonade macht es bei Energy Drinks die Menge. Sich hier ab und zu eine Dose zu gönnen ist also nicht das Problem - Sofern du darauf achtest, die tägliche Gesamtdosis von ca. 3-5mg/kg Körpergewicht nicht zu überschreiten. Bei einem jungen Erwachsenen von 70 kg wären das also 210-250mg. Klarerweise sind natürlich Getränke ohne Zuckerzusatz stets zu bevorzugen. Den Unterschied zwischen Energy Drinks und Gaming Boostern macht in erster Linie das Marketing, weshalb du auch hier ab und zu zugreifen kannst, solang du die Höchstmenge an Koffein nicht überschreitest. 

    Auf dem Gamechanger Gaming Stuhl sitzt du wie auf Wolken, statt Wolken im Kopf zu haben - vor allem wenn der Kaffee aus ist.

    Du trinkst jede Menge Kaffee am Tag, doch dein Fokus ist noch immer vernebelt? Dann sitzt du vermutlich noch nicht auf Wolken. Für ein höchstmaß an Ergonomie und beste Rückendeckung sorgt der GAMECHANGER Gaming Stuhl. Worauf wartest du noch? Save your seat now!
     

    Quellen:

    DPA-Newskanal: Leistungsfähiger mit Koffein, in : Süddeutsche Zeitung, 09.11.2018

    Kaffee in Zahlen: Wie wirkt Kaffee im Körper? - Brandeins für Tschibo. 

    Techbook: Ernährungsexpertin gefragt. Wie (un-)gesund sind Gaming Booster? 11.10.2020

    Energydrinks: Schwere Nebenwirkungen möglich, in: NDR Archiv, 06.09.2020

    Energy Drinks: Gesundheitsrisiko für Vieltrinker, 14.04.2020

    Zu viel Koffein schadet der Gesundheit, in: Spiegel Gesundheit, 03.04.2013

    Koffein
    Visumotorik
    Taurin

    Liste von Energydrinks mit ihrem Koffeingehalt

    Ulrike Berges: Energy-Drinks: Zusatzstoffe bunt gemixt, in: UGB-Forum 5/2000, S. 276-277.

    Marleen van de Camp: Kardiologe: Schon zwei Dosen Red Bull sind hochgefährlich, in: Business Insider, 09.06.2017.

    Gehirn: Höchstleistungen durch Kaffee mit Zucker, in: Focus, 10.04.2016